Interessante Wanderungen
Der Teufelstisch
Als "Teufelstisch" (901 m) wird eine sonderbare Felsformation bezeichnet, um die sich folgende Sage rankt:
Der Teufel kam gerade über Fahrnbach her, da überfiel ihn ein starker Hunger. Weil er keinen Tisch mit sich hatte, was sich versteht, baute er schnell einen aus Steinbrocken. Schon war auch eine Mahlzeit darauf gezaubert, als von der Unterbreitenau herüber das Glashüttenglöcklein zwölf Uhr zu läuten anfing. Das konnte der Teufel nicht aushalten und flog davon. Immer noch kann man den steinernen Tisch sehen mit den Spuren, die der Teufel hinterlassen hat.
Der Böhmweg
Sie haben Gelegenheit, einen Abschnitt einer der ältesten Verbindung zwischen Donau und Moldau wieder zu entdecken, die schon in der Keltenzeit durch Fußspuren gezeichnet war. Ohne Mangel an Vorstellungskraft können wir noch heute von der Atmosphäre der Gefahren spüren, denen die fahrenden Handelsleute und ihre Ladungen von Wein, Früchten, Tabak, Seide etc. die reisenden Künstler, Missionare, Könige und Kaiser durch Wegelagerer, Bären und Wölfe ausgesetzt waren.
Der Abschnitt Bischofsmais-Regen verdient die etwa 3 Stunden Zeitaufwand um über Oberdorf, Fahrnbachmühle, Fahrnbach, Augrub, Schloßau, Eggenried, Weißenstein nach Regen zu gelangen. Im Mittelalter pflegte man die Verbindung möglichst ohne Umweg geradeaus anzulegen; um trockene Wege zu haben, am besten direkt über die Berge.
Oberbreitenau - das verlassene Dorf
Schon im 16. Jahrhundert wurde das Siedlungsgebiet im Bayerischen Wald auch knapp. In immer höhere und unwirtlichere Lagen drangen die Siedler vor, kultivierten und bewirtschafteten das Land. In etwa 1000 m Höhe errichteten acht arme Untertanen ihre Behausungen. Damit begann eine etwa 400-jährige Besiedlungszeit in der Oberbreitenau in der Gemeinde Bischofsmais.
In den 1930er Jahren verließen die letzten Bauern die Oberbreitenau. Heute hat zum großen Teil die Natur wieder die Oberhand über das Gebiet gewonnen. Zu besichtigen sind aber noch die Grundmauern der damaligen Höfe.
Wallfahrtsort St. Hermann
Im Jahre 1322/23 baute der aus Heidelberg stammende Einsiedler Hermann, eine knappe Viertelstunde vom heutigen Bischofsmais entfernt, eine Klause oder Zelle und eine Kapelle zu Ehren des Hl. Hermann Josef (1150-1241). Der Laienbruder Hermann führte hier mitten im damaligen Urwald ein strenges Leben der Entsagung, Buße und Betrachtung. Im 16. Jahrhundert erlangte die Wallfahrtsstätte auch überörtliche Bedeutung.
Heute finden sich an der Stelle der Gründung St. Hermanns zwei Kapellen (die Einsiedeleikapelle mit der sogenannten Hermannszelle und die Brunn- oder Rundkapelle) und eine im 17. Jahrhundert gebaute Barockkirche.





