10. August und 24. August Wallfahrt zu St. Hermann

Viele Geschichten ranken sich rund um St. Hermann.

Wallfahrt und Wallfahrtsbräuche

Wie bereits erwähnt wurde die Zelle des hl. Hermann bereits bald nach seinem Weggang zur Wallfahrtsstätte. Die Menschen verehrten seine Behausung und suchten bzw. erflehten hier Trost und Heilung. In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und in den folgenden Jahren fanden viele Hilfesuchende hier Zuflucht und neuen Mut. Wallfahrten größeren Stils begannen, so dass eine zweite Kapelle (Brunnenkapelle) und später eine größere Kirche gebaut werden mußte.
Höhepunkte sind die Kirchweihtage. Seit 1660 sind als Kirchweihtage von St. Hermann der 10. August, Tag des hl. Laurentius und der 24. August, Tag des hl. Bartholomäus, nachweisbar. Noch heute kommen Fußwallfahrer aus der Windberger Gegend. Die Wallfahrer besuchen nach altem Brauch die Vorkirchweih, einen der Festgottesdienste am Wallfahrtstag, gehen zu den Sakramenten, trinken oder benützen das Wasser der Hermannquelle. Auch das Gebet in den drei Gotteshäusern gehört dazu.
Früher wurde auch der "Hirmo gehopst". Die Figur wurde angehoben (gehopst). Da früher der Kopf beweglich war, konnte der Hirmon "gnaucken" (nicken), was die Erfüllung des Wunsches bedeutete. Diesen Brauch haben gern heiratslustige Mädchen und Burschen geübt, die in ihren Herzensnöten oft von weither kamen. Seit 1875 ist der Kopf fest geleimt, so dass die Figur nicht mehr nicken kann.

Der reichhaltige Warenmarkt, Bierbuden und Eßstände sorgen noch heute für das Wohl und die Bedürfnisse der Besucher.
Den ganzen Tag über verweilen aber auch Besucher in den Kapellen, betrachten und vertiefen sich in die alten Votivbilder, die immer wieder bekunden:
"St. Hermann hat geholfen!".

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